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Zusammenhang von Aufmerksamkeit, Konzentration und Motivation 

 24‑Mai‑2017

Von  Sabine Gessenich

Aufmerksamkeit und Konzentration sind wesentliche kognitive Fähigkeiten, die eng miteinander verknüpft sind und maßgeblich das Lernen und die Leistungsfähigkeit beeinflussen.

Was sind Aufmerksamkeit und Konzentration?

Aufmerksamkeit ist die Fähigkeit, sich auf eine bestimmte Aufgabe oder ein Thema zu fokussieren. Sie ermöglicht es uns, relevante Informationen aus unserer Umgebung auszuwählen und irrelevante zu ignorieren. Aufmerksamkeit kann von vielen Faktoren beeinflusst werden, darunter Stimmung, Umgebung, Fähigkeiten und Interesse am Thema.

Konzentration hingegen ist die Fähigkeit, diese Aufmerksamkeit über einen bestimmten Zeitraum aufrechtzuerhalten. Sie erfordert geistige Anstrengung und Energie, die mit der Zeit nachlassen kann. Konzentration bedeutet, die Aufmerksamkeit willentlich auf eine gegenwärtige oder bevorstehende Aufgabe zu richten und dabei zu bleiben, trotz möglicher Ablenkungen.

Der Einfluss der Motivation auf die Aufmerksamkeit

Kinder bringen die grundsätzliche Fähigkeit zur Aufmerksamkeitsausrichtung mit auf die Welt, aber die Intensität und Dauer dieser Aufmerksamkeit müssen sich noch entwickeln. Diese Entwicklung ist eng mit der Wahrnehmungsfähigkeit verbunden und kann durch Training verbessert werden. Die Fähigkeit, die Aufmerksamkeit gezielt auf ein Thema zu lenken, ist eine Voraussetzung dafür, sich länger darauf zu konzentrieren und 'dranzubleiben'.

Konzentration im Detail

Konzentration ist mehr als nur das Halten der Aufmerksamkeit; sie ist die gezielte und bewusste Fokussierung der geistigen Energie auf eine bestimmte Tätigkeit oder Aufgabe. Dieser Prozess erfordert Anstrengung und kann ermüdend sein, weshalb die Konzentrationsfähigkeit im Laufe der Zeit abnimmt. Daher versteht man unter Konzentration oft die Fähigkeit, ein angemessenes Aufmerksamkeitsniveau über einen längeren Zeitraum zu halten.

Was ist eine gute Aufmerksamkeitsspanne?

Die Aufmerksamkeitsspanne variiert stark je nach Alter und individuellen Fähigkeiten. Schätzungen zufolge können sich zweijährige Kinder etwa 5 Minuten lang auf eine frei gewählte Aufgabe konzentrieren. Bei älteren Kindern und Erwachsenen kann die Aufmerksamkeitsspanne bis zu 20 Minuten oder länger reichen, je nach Interesse und Motivation.

Lernen und Motivation

Aufmerksamkeit und Konzentration sind eng mit der Motivation verknüpft. Die Ausrichtung der Aufmerksamkeit ist ein aktiver Steuerungsprozess und keine angeborene Fähigkeit. Es handelt sich vielmehr um einen Reifungsprozess oder eine Haltung, die Kinder durch Spielen und schulische Aktivitäten entwickeln.

Unterschied zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation

Intrinsische Motivation kommt von innen heraus. Es ist der natürliche Drang, etwas zu tun, weil es Spaß macht oder von persönlicher Bedeutung ist. Menschen, die intrinsisch motiviert sind, engagieren sich aus eigenem Antrieb und finden Freude und Befriedigung in der Tätigkeit selbst.

Extrinsische Motivation hingegen entsteht durch äußere Anreize oder Belohnungen. Dazu zählen Geld, Lob, Noten oder andere Formen von Anerkennung und Belohnung. Menschen, die extrinsisch motiviert sind, führen eine Tätigkeit hauptsächlich aus, um eine Belohnung zu erhalten oder eine Bestrafung zu vermeiden.

Zusammengefasst, sind Aufmerksamkeit und Konzentration zentrale Fähigkeiten, die durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden und durch gezieltes Training verbessert werden können. 

Selbstkompetenz beim Lernen stärken

Als Lerntherapeutin, die 1:1 arbeitet, integriere ich verschiedene Methoden, um nicht nur die Sachkompetenz meiner Schüler und Schülerinnen zu fördern, sondern auch ihre Sozialkompetenz, Methodenkompetenz und Selbstkompetenz zu stärken.

Kooperatives Lernen: Ich schaffe Gelegenheiten für gemeinsame Übungen, bei denen meine Schüler und Schülerinnen mit mir zusammenarbeiten.

Reflexion und Feedback: Ich integriere regelmäßige Reflexionsphasen in denen die Schüler und Schülerinnen über ihre Lernfortschritte nachdenken und sich selbst beurteilen können. Durch konstruktives Feedback unterstütze ich sie dabei, ihre Stärken zu erkennen und Bereiche zu identifizieren, in denen sie sich verbessern können.

Selbstreguliertes Lernen: Ich ermutige meine Schüler und Schülerinnen, ihre eigenen Lernziele zu setzen und Strategien zu entwickeln, um diese Ziele zu erreichen. Ich gebe ihnen die Autonomie, ihre Lernprozesse zu steuern, und unterstütze sie dabei, ihre Fortschritte zu überwachen und anzupassen.

Kritisches Denken: Ich stelle den Schüler und Schülerinnen offene Fragen und ermutige sie, verschiedene Perspektiven zu betrachten und Argumente zu hinterfragen. Dadurch fördere ich ihr kritisches Denken und ihre Fähigkeit, komplexe Probleme zu analysieren und fundierte Entscheidungen zu treffen.

Metakognitive Strategien: Ich zeige meinen Schüler und Schülerinnen Techniken zur Selbstreflexion und zum Problemlösen, wie zum Beispiel das  Aufstellen von Lernzielen oder das Verwenden von Lerntagebüchern. Diese helfen ihnen, ihre eigenen Lernprozesse zu verstehen und zu verbessern.

Empathie und soziale Kompetenz: Ich integriere Aktivitäten, die Empathie fördern und das Verständnis für die Gefühle und Perspektiven anderer stärken. Dies kann durch Diskussionen über soziale Themen oder Projekte zur Unterstützung anderer (beispielsweise Klassenkameraden oder Geschwister) erreicht werden.

Durch die Anwendung dieser Methoden unterstütze ich meine Schüler und Schülerinnen dabei, nicht nur fachlich kompetent zu werden, sondern auch ihre Fähigkeiten zur Selbstregulierung, Zusammenarbeit und Problemlösung zu verbessern, was ihnen langfristig helfen kann, erfolgreiche und selbstbewusste Lernerinnen zu werden.

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