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Lockdown nach den Herbstferien? 

 Oktober 11, 2020

Von  Sabine Gessenich

Wissenswert für Lehrende

Wie können Lehrende ihre Schüler und Schülerinnen bei einem erneuten Lockdown seelisch unterstützen?

Leitfaden für die seelische Begleitung von Schülern und Schülerinnen

Viele Schülerinnen und Schüler litten während des vergangenen Lockdowns unter hohem Stress, da sich die Schulpläne aufgrund der Coronavirus-Pandemie veränderten. Die meisten wurden von Freunden getrennt und saßen zu Hause fest. Sie machten sich vielleicht Sorgen, krank zu werden. Aufgrund der aktuell steigenden Fallzahlen möchte ich mit diesem Blog die Wahrnehmung aller Lehrenden schärfen für Schülerinnen und Schüler, deren Familien finanzielle Sorgen haben oder krank sind. Sie sind besonders gefährdet. Es gibt Möglichkeiten, wie Sie alle Schülerinnen und Schüler sozial und emotional unterstützen können, auch wenn sie nicht jeden Tag physisch in Ihrem Klassenzimmer sind.

Die Schule - sei es online, persönlich oder eine Mischung aus beidem - kann den Schülern ein Gefühl der Normalität vermitteln. Aber es ist wichtig, die Ängste der Schülerinnen und Schüler anzuerkennen, die sie möglicherweise empfinden. Chronischer Stress und Trauma können den Lernprozess unterbrechen. Sie können helfen, indem Sie das sozial-emotionale Lernen in Ihren Unterricht integrieren.

Die Einbeziehung von sozial-emotionalem Lernen kann Lernenden und Lehrenden gleichermaßen helfen. Es kann Lehrenden helfen, eine bessere Verbindung zu Ihren Lernenden herzustellen und ihnen helfen, an fünf Kernkompetenzen zu arbeiten: Selbstbewusstsein, Selbstmanagement, verantwortungsbewusste Entscheidungsfindung, Sozialbewusstsein und Beziehungsfähigkeiten.

Hier sind einige Tipps, die Ihnen helfen sollen, sich während eines Fernunterrichts auf diese Bereiche zu konzentrieren.

1. Planen Sie regelmäßige Gespräche mit den Lernenden und ihren Eltern.

Positive Lehrer-Schüler-Beziehungen verbessern das Lernen der Schülerinnen und Schüler - besonders in stressigen Zeiten. Dies gilt auch für das Online-Lernen. Um den Aufbau von Beziehungen zu unterstützen, sollten Sie versuchen, regelmäßige Gespräche zu führen.

Nutzen Sie diese individuellen Gespräche, um mit den Schülerinnen und Schülern darüber zu sprechen, wie es ihnen geht. Überlegen Sie, welches Format und welche Häufigkeit für Ihre Schüler am besten geeignet sind. Schülerinnen und Schüler, die mit ihren Aufgaben im Rückstand sind, brauchen möglicherweise häufigere Gespräche. Wenn Sie herausfinden, wo sie Schwierigkeiten haben, können Sie ihnen neue Strategien vorschlagen.

Auch das Engagement der Familie ist für das Lernen von entscheidender Bedeutung. Viele Familien haben im Moment mit Stress, finanzieller Instabilität oder Krankheit zu kämpfen. Hinzu kommt, dass sie versuchen, ihre Kinder schulmäßig auf Kurs zu halten. Planen Sie Zeit ein, um sich bei den Familien zu melden und Unterstützung anzubieten, aber denken Sie daran, dass sie vielleicht keine Zeit haben, darauf zu reagieren.

Bitte gehen Sie nicht davon aus, dass derjenige, der nicht reagiert, keine Probleme hat. Häufig ist das Gegenteil der Fall. Wenn eine spezielle Form der Kontaktaufnahme nicht funktioniert, probieren Sie etwas anderes aus.

2. Vermitteln Sie Strategien für Organisation, Planung und Selbstregulierung.

Hier geht es darum, den Schülern beizubringen, wie man lernt. Das kann zu jeder Zeit und in jeder Klasse hilfreich sein. Es ist aber besonders wichtig, wenn die Schülerinnen und Schüler etwas Neues tun, wie z.B. Fernunterricht.

Wenn Ihre Schüler und Schülerinnen von zu Hause lernen, sollten Sie ihnen Besonderheiten beibringen, wie z.B. den Zugang zu ihren Online-Schularbeiten, die Erstellung eines Zeitplans und wie sie sich konzentrieren können. Stellen Sie den Schülern Checklisten zur Verfügung, die sie in diesen Bereichen unterstützen.

Denken Sie daran, dass Schüler, die anders lernen und denken, explizitere Anweisungen und häufigere Unterstützung benötigen, um diese Strategien zu entwickeln.

3. Diskutieren Sie aktuelle Ereignisse.

Wenn Sie über aktuelle Ereignisse wie die Coronavirus-Pandemie sprechen, geben Sie den Schülerinnen und Schülern altersgerechte, sachliche Informationen. Beispielsweise, wie Beschäftigte im Gesundheitswesen und Wissenschaftler mit dem Coronavirus umgehen oder ganz generell wie Menschen mit Stress umgehen.

Bei gemeinsamen Veranstaltungen geben Sie den Schülerinnen und Schüler bitte die Möglichkeit, über ihre Gefühle zu sprechen. Dies kann dazu beitragen, dass sie sich weniger allein fühlen. Viele Familien sind mit einer Vielzahl von Herausforderungen konfrontiert. Das Sprechen über diese Herausforderungen kann den Schülerinnen und Schülern helfen, soziales Bewusstsein und Einfühlungsvermögen zu entwickeln.

4. Organisieren Sie ein Projekt, das die Schülerinnen und Schüler ermutigt, "Helfer" zu sein.

Maßnahmen können Ängste und Depressionen lindern. Es gibt den Schülerinnen und Schülern auch eine Möglichkeit, ihr soziales Bewusstsein und ihre Beziehungsfähigkeiten auszubauen. Die Schüler und Schülerinnen könnten ein eigenes Projekt definieren.

Geben Sie ihnen einige altersgerechte Beispiele für Projekte, die sie durchführen könnten:

  • Jüngeren Geschwistern vorlesen oder bei den Hausaufgaben helfen
  • Ein lustiges Video machen und an die Klassenkameraden schicken
  • Kochen oder Snacks für die Familie zubereiten
  • Mit jemandem telefonieren, der sich alleine fühlt

Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler im Anschluss auf ihre eigene Art und Weise zusammenfassen was sie dabei erfahren und gelernt haben.

5. Strategien zum Abbau von Stress und Achtsamkeit austauschen.

Viele Schülerinnen und Schüler brauchen Hilfe bei der Entwicklung von Strategien zum Stressabbau und zur Bewältigung starker Emotionen. Erklären oder modellieren Sie Strategien, die die Schülerinnen und Schüler ausprobieren können. Eine Strategie, die in Betracht gezogen werden sollte, ist das Üben von Achtsamkeit. Achtsamkeit kann beim Umgang mit Stress und Emotionen hilfreich sein. Sie kann den Schülern auch helfen, sich besser zu konzentrieren.

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