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Eltern in die Lerntherapie einbeziehen 

 24. Januar 2022

Von  Sabine Gessenich

Wann ist es problematisch, die Eltern zu involvieren?

Manche Eltern haben sehr hohe Leistungserwartungen an ihr Kind mit Lernproblemen. In einem solchen Fall entsteht beim Training zuhause sehr viel Stress und Emotionalität, was sich negativ auf den Trainingsfortschritt auswirken kann. Auch, wenn Eltern keine ausreichenden zeitlichen Ressourcen haben, macht das Elterntraining wenig Sinn. Ebenso, wenn Eltern eine eigene starke Beeinträchtigung in dem Bereich haben, der mit dem Kind trainiert werden soll.

Wann ist die Beteiligung der Eltern sinnvoll?

Immer dann, wenn die Eltern liebevoll und mit Spaß mit ihren Kindern lernen können, ergeben sich große Vorteile durch die Beteiligung der Eltern an der Lerntherapie ihres Kindes. Nicht alle Eltern sind bereit, die Förderung ihres Kindes aus der Hand zu geben – außerdem gibt es lange Wartezeiten für Lerntherapie. Weiterhin spielen die Kosten eine Rolle, wenn Eltern sich eine umfassende Therapie nicht leisten können und ihrem Kind trotzdem so gut wie möglich helfen wollen.

Wie funktioniert das Training mit Eltern am besten?

Am besten ist es, die Eltern bereits frühzeitig mit dem Training ihres Kindes vertraut zu machen. Wie bereits erwähnt, sollten sie selbst auch Spaß am Lernen mit ihrem Kind haben. Eine gute Unterstützung externer Lerntherapie braucht nur 5-15 Minuten täglich. Für die Eltern muss ein regelmäßiges Coaching in der Gruppe oder einzeln stattfinden.

Was sind die größten Hürden?

Immer wieder berichten Eltern von mangelnder Motivation der Kinder und der Schwierigkeit die Trainingseinheiten in Abstand zu den sonstigen schulischen Anforderungen zu bringen. Hier hilft die Einrichtung eines Wochenplanes, bei dem Eltern und Kinder gemeinsam die Trainingszeiten festlegen.

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