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Prüfungsangst 

 02‑Feb‑2022

Von  Sabine Gessenich

Was passiert mit der Leistung bei Angst?

Bis zu einem gewissen Punkt kann Angst die Leistungsfähigkeit fördern. Wenn allerdings die Kontrolle über die eigene Angst verlorengeht, kann die Leistungsfähigkeit beeinträchtigt werden.

Wer hat Prüfungsangst?

Auch bei Personen ohne spezielle Lernstörungen besteht ein starker Zusammenhang zwischen Prüfungsangst und Prüfungsleistung. Anfangs sind die Ängste noch sehr spezifisch und auf ein Fach bezogen. Sie können sich aber im Laufe der individuellen Schulzeit generalisieren. Dies hängt von den persönlichen Erfahrungen des Lernenden ab. Wer das Gefühl hat, in Prüfungssituationen die Kontrolle abzugeben, reagiert auf diese „Bedrohung“ mit Symptomen wie Übelkeit, Kopfschmerzen oder Bauchschmerzen.

Was genau kann die Angst auslösen?

Bereits bei der Prüfungsvorbereitung kann die Angst entstehen, die sich dann möglicherweise in der konkreten Prüfungssituation verstärkt. Das Verhalten der Prüfperson ist ebenso von Bedeutung. Die Angst vor den Folgen des Versagens in einer Prüfung können genauso bedeutsam sein, wie die Angst vor den Folgen einer bestandenen Prüfung.

Wie kann man der Prüfungsangst entgegenwirken?

Eine gute Methode ist die individuelle Bewertung der Situation, die die Prüfungsangst auslöst. Hier gilt es, die unangenehmen Gefühle und Gedanken durch positive zu ersetzen. Neben der kognitiven und emotionsorientierten Herangehensweise hilft es auch ganz konkret, persönliche Strategien für Prüfungssituationen zu entwickeln. Positive Gedanken, wie zum Beispiel „Ich bin gut vorbereitet!“, „Ich kann es!“, „Ich schaffe es!“, kombiniert mit täglichen Übungen, bei denen man sich möglichst lebendig die Prüfungssituation positiv vorstellt, können zusätzlich mit Atem- oder Entspannungsstrategien kombiniert werden.

Hilfreiche Interventionen bei Prüfungsangst

Helfen kann das regelmäßige Üben von Prüfungssituationen in Form von kurzen Tests, die dann gemeinsam ausgewertet werden. Diese sollten unter realistischen Bedingungen durchgeführt werden. Wo immer es möglich ist, sollte die Anstrengungsbereitschaft des Lernenden in den Fokus genommen werden und nicht das Ergebnis, während gleichzeitig Strategien zur Leistungsförderung erarbeitet werden.


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