Der Mensch hinter der Sprache: Warum ich in der Bildung wieder über Denken und Resonanz schreiben muss
In einer Zeit, in der KI Texte schneller generiert, als ich sie lesen kann, und Bildung oft auf messbare Korrektheit reduziert wird, droht das Wesentliche verloren zu gehen: Der Mensch hinter der Sprache.
Die Kolumne "Wortweise" ist mein regelmäßiger Impuls, der genau hier ansetzt. Sie ist kein Ratgeber und keine Werbefläche, sondern ein Raum für Reflexion, Klärung und eine Haltung, die Lernen und Sprache wieder als ein ganzheitliches, menschliches Geschehen begreift.
Meine Haltung: Warum Denken vor Korrektur kommt
Ich sehe, wie tief die Bildung in der Kultur der Korrektur verwurzelt ist. Es werden Lücken gezählt, Fehler rot markiert und das Defizit in den Fokus gerückt. Diese Haltung erzeugt bei Lernenden vor allem eines: Angst. Angst vor dem Irrtum und dem Rotstift.
"Wortweise" argumentiert dagegen: Lernen beginnt nicht mit der Beseitigung von Schwächen, sondern mit dem Sehen von Stärken.
- Jeder Fehler ist eine Denkspur. Wie ich in Kolumne 1 ("Das H in Bluhme") gezeigt habe, ist der Fehler oft eine kluge Hypothese des Kindes, die ich verstehen muss – nicht ein Makel, den ich korrigieren soll.
- Schreiben ist eine Geste des Körpers. Wie ich in Kolumne 2 ("Schreiben mit dem ganzen Körper") beleuchte, ist Sprache ein leibliches Geschehen. Wer mit der Hand schreibt, ist verbunden mit dem eigenen Rhythmus und Denken. Diese Selbstverbindung ist ein radikaler Akt, der gegen die reine Digitalisierung schützt.
- Kinder wachsen nicht an Schwächen. In Kolumne 3 ("Stärken sehen statt Lücken zählen") zeige ich, wie ein einziger Satz Veränderung herbeiführen kann.
- Resonanz statt Rotstift. Der wichtigste Impuls, den ich geben kann, ist nicht die Bewertung, sondern die Resonanz. Wenn ich, wie in Kolumne 4 ("Resonanz statt Rotstift") zeige, die Geschichte eines Kindes höre und ernst nehme, lernt es, dass seine Stimme Gewicht hat.
- Bedeutung vor Buchstaben. Wenn Kinder lesen lernen mit Sätzen, die nichts bedeuten, verlieren sie ihre ursprüngliche Freude am Verstehen. Wie ich in Kolumne 5 ("Alo rollt ins Tal") zeige, beginnt Lernen nicht mit dem Alphabet – es beginnt mit dem, was Kinder wirklich sagen wollen.
Was Leser von "Wortweise" erwarten können
Die Kolumne dient allen, die im Bildungsbereich tätig sind oder sich dafür interessieren – Eltern, Pädagogen und Lerncoaches:
- Tiefe Reflexion: Ich biete klare, poetische Gedanken zu den großen Themen unserer Zeit: KI, Digitalisierung, Resonanz, Beziehung und der Wert der menschlichen Erfahrung im Lernprozess.
- Praxisnahe Beobachtung: Jeder Beitrag entspringt einer authentischen Beobachtung aus meiner langjährigen Lernpraxis, die ich in eine übergeordnete pädagogische oder gesellschaftliche Reflexion überführe.
- Inspirierende Haltung: "Wortweise" ermutigt dazu, Stärken zu sehen und das volle Potenzial zu entfalten – bei sich selbst und bei den Kindern, die man begleitet. (Siehe Kolumne 3: "Stärken sehen statt Lücken zählen").
Veröffentlichung und Archiv
Die neuen Impulse der Kolumne "Wortweise" veröffentliche ich regelmäßig auf LinkedIn, um eine direkte Diskussion und den Austausch mit der Bildungs-Community zu ermöglichen.
Alle Beiträge werden hier auf der Website unter der Kategorie Kolumne Wortweise archiviert und dienen als inspirierende Quelle für alle, die Bildung menschlicher, klarer und wirksamer gestalten wollen.
